Am nächsten Morgen gings dann schon wieder weiter in den etwas kleineren Ort Noosa. Dort sind wir in ein pinkes, chilliges Hostel namens „Dolphins“ eingecheckt. Am gleichen Tag sind auch Miriam und Roman dort angekommen und haben bei uns im Wohnblock gewohnt. Wir sind dann noch mit dem Shuttlebus von unserem Hostel zum einkaufen gefahren, mussten uns dort tierisch beeilen, weil der nur 15 Minuten oder sowas gewartet hat und dann wieder zurück zum Hostel gefahren ist. Haben wir natürlich nicht geschafft, also mussten 1 ½ Std. auf den nächsten Shuttle warten. Abends sind wir noch runter zum Strand gegangen um mit anderen Leuten aus dem Hostel was zu trinken, aber es war schon ziemlich kalt und die anderen sind dann irgendwo hin gefahren, also sind wir wieder zurück zum Hostel, haben noch versucht unseren Goon zu vernichten, habens aber nicht geschafft, er schmeckt einfach doch zu eklig. Am nächsten Tag sind wir dann gemeinsam am Strand und im Nationalpark dort rumgelaufen und haben uns die Gegend angeschaut. Wir waren von Noosa nicht so beeindruckt, der Strand war zwar sicher ganz schön, aber leider war es sehr windig und bewölkt. Abends, als wir dann von unserem langen Spaziergang wieder zurück ins Hostel wollten, haben wir noch nach einem Supermarkt gesucht, auch irgendwann einen gefunden, aber der hatte schon zu. Da wir ja zu viert waren konnten wir uns zum Glück ein Taxi zurück leisten, der Weg zurück wäre ewig lang gewesen.
Der nächste Eintrag wird mega lang, deswegen schließe ich mal hier ab :)
Alles Liebe!
Sarah und Timo
Timos und Sarahs Abenteuer in Australien
Montag, 18. Juni 2012
Brisbane, endlich wieder eine Großstadt!
Im Greyhound haben wir Roman getroffen, Miriams Bruder, und am Bahnhof in Brisbane haben wir Miriam dann auch noch getroffen. Timo und ich sind dann erstmal zum Brisbane YHA gelaufen......eine viel zu lange Strecke mit den Backpacks, den Frontpacks, den Foodbags und der Gitarre.....aber das Hostel war super, jedes Stockwerk hatte ein anderes Thema sowas wie Stadt, Wüste, Meer, etc.. Einen Aufzug fand ich besonders klasse, die Wände waren ganz normal in silber, aber auf dem Boden war ein Hai, bzw. eigentlich nur sein weit aufgerissenes Maul. Da wollte sich nie jemand draufstellen, jeder stand in den Ecken :) Das Zimmer war außerdem riesig. Bis wir uns im Hostel eingerichtet hatten wurde es draußen leider schon wieder dunkel, wir sind dann noch ein paar Stunden in der Stadt rumgelaufen um uns so viel wie möglich anzusehen, denn in Brisbane hatten wir auch nur zwei Nächte, und am zweiten Tag sind wir auch noch ins Lone Pine Koala Sanctuary gegangen. Das war mal wieder ne Rumhetzerei, wir haben leider unseren ersten Bus verpasst, auch weil wir die Bushaltestelle nicht gleich gefunden haben. Aber als wir dann endlich dort waren...woah das war richtig toll dort. Gleich am Anfang haben wir uns mit zwei Gelbhaubenkakadus unterhalten, haben uns eine Sheep-Dog-Show angeschaut, dort konnte man mal zuschauen wie Hunde die Schafe treiben, war natürlich nicht super spektakulär, aber wir als Stadtkinder kriegen sowas halt nicht so oft zu sehen :) Danach wurde ein Schaf geschoren, und wir konnten dann mit dem Schaf Fotos machen und es anfassen hahaa, aber es war ganz flauschig :) Auf dem Weg zur Lorikeet-Fütterung hat Timo sich noch mit einer Babyziege angefreundet. Lorikeet sind Papageien, die sieht man hier auch mal in Parks rumflattern oder halt in Gegenden, wo nicht so viel Verkehr ist. Sie zu füttern war sehr witzig, wir haben Schalen mit einem Stab unten dran gehalten, in den Schalen war Milchreis oder sowas und darauf sind die Papageien voll abgefahren :D natürlich waren sie sehr laut, haben sich ums Essen gestritten und mit Milchreis um sich geworfen, alles sehr lustig anzuschauen. Danach mussten wir uns beeilen damit wir noch rechtzeitig kommen, um endlich auch unser Foto mit einem Koala machen zu können! Das Foto hat 16$ extra gekostet, was sogar noch recht günstig ist. Den Koala den wir bekommen haben, war ziemlich dick und schwer und hat auch etwas gestunken und komische Geräusche gemacht, aber er war trotzdem sooo süüüüüß. Als wir das Foto dann in der Tasche hatten sind wir noch schnell zu den Känguruhs gelaufen um sie zu füttern. Die waren natürlich total zutraulich und dementsprechende Bilder konnten wir auch mit ihnen machen. Der Tag dort war auf jeden Fall total schön :) Bis wir wieder in der Innenstadt von Brisbane waren, war es dann leider schon wieder dunkel, das heißt Brisbane haben wir selber leider nur bei Nacht gesehen. Trotzdem sehr schön dort, eine tolle Fußgängerzone, wo ich mir eine megatolle Handtasche gekauft habe, und der Hafen mit der Storybridge war natürlich auch sehr schön.
Das Governmenthouse von Queensland, das sich in Brisbane befindet haben wir uns auch noch kurz angesehen und sind dann mit der Fähre vollkommen erschöpft zurück zum Hostel gefahren.
Ganz liebe Grüße nach oben,
Sarah und Timo :)
Das Governmenthouse von Queensland, das sich in Brisbane befindet haben wir uns auch noch kurz angesehen und sind dann mit der Fähre vollkommen erschöpft zurück zum Hostel gefahren.
Ganz liebe Grüße nach oben,
Sarah und Timo :)
Donnerstag, 3. Mai 2012
Lang ist es her...
...dass wir in Armidale gearbeitet haben, und zwar schon über einen Monat. Das heißt für mich gibt es viel zu schreiben. Also um an den letzten Eintrag anzuknüpfen, in den Pub sind wir nicht mehr gegangen, waren irgendwie zu kaputt. Am nächsten Tag wollten wir nach Byron Bay fahren, wir standen schon mit all unseren Sachen am Busbahnof, wollten die Tickets kaufen, aber der Bus war leider ausgebucht. Also sind wir wieder zurück ins Hostel, und dann am nächsten Tag gefahren. Am ersten Tag in Byron Bay haben wir dort Daniel und Leandro wieder getroffen, beide kennen wir vom Grape Picking. Timo, Phillipe, Daniel und ich sind zum Leuchtturm von Byron gelaufen, das hat ca. 3-4 Std gedauert, war aber sehr schön :) außerdem habe ich dort durch Zufall auf einem kleinen Trampelpfad Miriam Lang (war in meiner Klasse in der Oberstufe) getroffen, von der ich nicht wusste, dass sie in Australien is. Abends haben wir uns dann alle zusammen mit noch ein paar anderen deutschen Mädls an den Strand gesetzt und was getrunken (was man eigentlich nicht darf, man darf hier nirgendwo auf der Straße trinken). An den nächsten zwei Tagen sind Daniel, Phillipe und Leandro abgehauen, also waren wir dann alleine. Wir wollten ursprünglich nur drei Tage in Byron bleiben, aber weil es uns so gut gefallen hat, sind wir eine ganze Woche geblieben. Im Nachhinein ist Byron wirklich einer unserer Lieblingsorte an der Ostküste, auch wenn das Wetter meistens schlecht war. Es ist zwar nur ein kleiner Ort mit ein paar Pubs, ein paar Backpackerreiseagenturen, wo wir dann auch unsere Fraser-Island-Tour und unseren Whitsunday-Sailing-Trip für 700$ gebucht haben, aber es gibt einen sehr schönen Strand, viele Surfer und den Leuchtturm der nachts auch leuchtet :) Palmen überall auf der Straße....alles sehr gemütlich und relaxt dort :) Einmal waren wir im Cheeky Monkeys, ein Pub/Club wo man auf den Tischen tanzt, ich fands aber eher etwas seltsam dort. Und außerdem sind Timo und ich eines morgens seeeehr früh aus dem Bett gekrochen, etwa um 5 in der Früh, sind eine Stunde lang zum Lighthouse gehetzt, um den Sonnenaufgang zu sehen, denn dort ist der östlichste Punkt Australiens und wir dachten uns, von wo aus könnte man sich besser einen Sonnenaufgang anschauen :) . Wir dachten die ganze Zeit wir würden zu spät kommen, aber es hat sich definitiv gelohnt. Die Fotos die wir geschossen haben können sich echt sehen lassen.
Und auf unserem Weg wieder nach unten haben wir Delfine gesehen!!! Sonst waren wir noch am Strand und dann ging es weiter.......nach SURFERS PARADISE!!! Allerdigs nur für eine Nacht, da wir ja leider nicht so viel Zeit hatten, weil wir Ende März in Townsville sein sollten. Surfers Paradise ist eine von den Städten, die man gemeinsam als „Goldcoast“ bezeichnet. Was an Surfers Paradise das wahrscheinlich bekannteste ist, ist der Strand mit direkt dahinter der Skyline.
Übrigens ist Surfers Paradise nichtmal so ein „Surfers Paradise“. Zum Surfen sind eher kleine Städte wie Byron Bay und Noosa geeignet, die sehr schöne Strände und Wellen haben. Wir waren ja leider immer noch nicht surfen, aber wenn das Geld reicht möchte ich schon noch ein oder zwei Surfstunden nehmen :) Hier waren wir übrigens in einem sehr schäbigen Hostel, das „Islander Backpacker Resort“, klein, hässlich und heruntergekommen, unser schlimmstes Hostel bis jetzt, wobei es wesentlich Schlimmeres gibt. Bis jetzt hatten wir ja auch noch nie Bed Bugs (Bettwanzen), muss aber auch nicht sein. In Surfers haben wir uns den Strand angeschaut, waren beim McDonalds, ich war ein bisschen shoppen und abends sind wir im Vapiano (ja da gabs einen!!!) essen gegangen.
Und am nächsten morgen dann wieder vor 10 auschecken in den Greyhound hüpfen, ein paar Stunden fahren, und bei der nächsten Stadt raushüpfen. Diesmal: Brisbane! Aber darüber dürft ihr in unserem nächsten Blogeintrag lesen,
bis dahin,
allerliebste Grüße aus dem schönen Australien;
eure Sarah (und Timo) :)
Und auf unserem Weg wieder nach unten haben wir Delfine gesehen!!! Sonst waren wir noch am Strand und dann ging es weiter.......nach SURFERS PARADISE!!! Allerdigs nur für eine Nacht, da wir ja leider nicht so viel Zeit hatten, weil wir Ende März in Townsville sein sollten. Surfers Paradise ist eine von den Städten, die man gemeinsam als „Goldcoast“ bezeichnet. Was an Surfers Paradise das wahrscheinlich bekannteste ist, ist der Strand mit direkt dahinter der Skyline.
Übrigens ist Surfers Paradise nichtmal so ein „Surfers Paradise“. Zum Surfen sind eher kleine Städte wie Byron Bay und Noosa geeignet, die sehr schöne Strände und Wellen haben. Wir waren ja leider immer noch nicht surfen, aber wenn das Geld reicht möchte ich schon noch ein oder zwei Surfstunden nehmen :) Hier waren wir übrigens in einem sehr schäbigen Hostel, das „Islander Backpacker Resort“, klein, hässlich und heruntergekommen, unser schlimmstes Hostel bis jetzt, wobei es wesentlich Schlimmeres gibt. Bis jetzt hatten wir ja auch noch nie Bed Bugs (Bettwanzen), muss aber auch nicht sein. In Surfers haben wir uns den Strand angeschaut, waren beim McDonalds, ich war ein bisschen shoppen und abends sind wir im Vapiano (ja da gabs einen!!!) essen gegangen.
Und am nächsten morgen dann wieder vor 10 auschecken in den Greyhound hüpfen, ein paar Stunden fahren, und bei der nächsten Stadt raushüpfen. Diesmal: Brisbane! Aber darüber dürft ihr in unserem nächsten Blogeintrag lesen,
bis dahin,
allerliebste Grüße aus dem schönen Australien;
eure Sarah (und Timo) :)
Sonntag, 11. März 2012
Zweites Konzert in Armidale
So, heute ist Sonntag und wir haben leider unseren letzten Arbeitstag im Konzertbusiness hinter uns. Die Jungs haben wie immer Zäune aufgestellt, und ich habe am Showtag wieder Koalabär gespielt. Diesmal hatte ich ein weibliches Känguruh an meiner Seite, weil Leandro, das Känguruh vom letzten mal, nicht mit nach Armidale gefahren ist, weil es sich einfach nicht gelohnt hätte. (Für mich auch nicht, aber ich muss ja, wegen Timo ;) ) Naja, Timo und Philippe machen ja innerhalb von vier Tagen dort etwa 800$. Ich konnte diemal zum Glück auch etwas mehr arbeiten, bevor und nachdem ich Koalabär gespielt habe, habe ich noch mit zwei anderen Deutschen (denen wir den Job vermittelt haben, eine davon war meine Känguruhpartnerin) Müll gemanagt. Das heißt wir haben die Mülltonnen auf dem Gelände laufend gegen leere ausgetauscht. Und Whitey, unser Chef, wollte noch jemanden zur Unterstützung für Timo und Philippe (eigentlich jemand männlichen) zum Abbauen für heute. Aber da die anderen beiden heute wieder auf einer Brokkolifarm gearbeitet haben, konnte der männliche von beiden nicht mithelfen. Ich hab dann gefragt, ob ich das machen kann, und erst hat Whitey überlegt, aber zum Glück durfte ich. So hab ich zeigen können, wie stark ich bin und noch etwas mehr Geld verdienen :) Heute Abend gehen wir vielleicht noch mit der Konzertcrew in einen Pub. Aber jetzt gibts erstmal Essen :)
Bis zum nächsten Blogeintrag,
Eure Sarah (und Timo) :)
Bis zum nächsten Blogeintrag,
Eure Sarah (und Timo) :)
Sonntag, 4. März 2012
Neues aus dem Hunter Valley
So, ihr Lieben, ich denke es ist mal wieder Zeit für einen Eintrag!
Wir befinden uns gerade im Hunter Valley, ein Weinanbaugebiet, ca, fünf Std von Sydney mit dem Zug (mit dem Auto nur zwei Std., es sind 160 km^^) entfernt. Nachdem wir ja in Sydney ums Verrecken keinen Job bekommen haben, waren wir überglücklich, dass wir von unserer Organisation erfahren haben, dass im Hunter Valley die Weinsaison beginnt und wir dort arbeiten könnten. Eine halbe Woche später kamen wir dann nach einer arschkalten Zugfahrt (Busse und Züge werden hier auf ca. 16° runtergekühlt, brrrr) in Cessnock, eine kleine Stadt die zu Fuß ca. 40 Minuten von unserm Hostel entfernt ist, an. Das Hostel ist eigentlich ganz schön, es ist ein Blockhaus im Grünen, mit großem Garten außenrum, und einem Barbeque-Areal, wo es jeden Sonntag kostenlos für die Grape Picker ein Barbeque geben sollte, was leider manchmal wegen Regen ausgefallen ist. Shopping Runs gibt es sonntags und mittwochs, d.h. da werden wir in die Stadt gefahren, da es ja wie gesagt 40 Minuten zu Fuß in die Stadt dauert. Die Duschen sind winzige, seltsam aussehende Kabinen, und die Matratzen sind zu dünn, sehr ungemütlich. Außerdem gibt es sehr zu unserem Leiden keine Klimaanlage im Zimmer, nur eine im Küchen-Internet-Aufenthalts-Fernsehzimmer. Das Wetter hier ist fast dauerhaft beschissenst, vor allem die ersten Wochen hat es nuuuur geregnet. Deswegen konnten wir auch lange nicht so viel arbeiten wie wir wollten, bzw. sollten wegen dem Geld. Grape Picking ist totaaaaal ätzend, entweder hat man den ganzen Tag nasse Füße, weil man während dem Traubenernten in Traktorspurflüssen steht (hat mich sehr gefreut, wo ich sowieso schon ne Blasenentzündung hatte) oder es ist so heiß, dass man denkt, man würde jeden Moment umkippen. Problem ist ja auch, dass auch wenn es eigentlich gar nicht so heiß ist, die Sonne, sobald sie rauskommt, total brennt. Von wegen angenehm sonniges Wetter is hier nich. Entweder megaheiß oder eben bewölkt. Was noch nervt sind natürlich die Spinnen. Sie sind ÜBERALL. Der beruhigendste Satz kommt dann immer von den Contractor-Mitarbeitern (sowas wie ne Zeitarbeitsfirma): „The spiders don't bite, they just wanna play“ haha....Aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran, und legt sogar seinen Mädchenkreisch-Ihhhh-Spinnen-Reflex ab (freu dich nich zu früh Mama, zu Hause darfst immer noch du die Spinnen aus meinem Zimmer entfernen :P ). Bis jetzt haben wir zwei Schlangenhäute und eine tote Schlange beim Arbeiten im Feld gesehen, aber noch keine lebendige. Mit den Contractor-Heinis ist es auch so ne Sache, ich glaube die meisten von denen sind so um die 45 Jahre alt, sehen aber alle aus wie 60. Das sind wirklich totale Hinterwäldler mit nicht mehr allen Zähnen, denen man ansieht und anhört, dass ihre Leber schon sehr viel aushalten musste. Und natürlich kommandieren sie uns die ganze Zeit rum, und brüllen die ganze Zeit die gleichen Sätze umher. Definitiv am beliebtesten ist: „Check your wines before you move on! You're leaving grapes!“. Außerdem hört man von allen Seiten „Bucket!“ (wenn der Eimer voll ist) mit jeweils französischem, deutschem, oder asiatischem Akzent.
Naja ich denke das haben wir jetzt alles endgültig hinter uns, denn die Saison ist vorbei. Geld sparen konnten wir leider nicht wirklich, vielleicht um die 300$, das Geld was wir verdient haben, hat gerade so immer für Hostel und Essen gereicht. Fast die gesamte Grape-Picking-Gruppe ist schon abgereist, wir sind hier geblieben, weil wir ja immerhin noch so viel verdienen konnten, wie wir jede Woche ausgeben. Ich denke das war ganz gut so, denn letzten Donnerstagmorgen hat Carolyn, die Schwester des Hostelbesitzers, an unserer Tür geklopft und meinte sie bräuchte zwei starke Jungs um Zäune aufzustellen. Eigentlich hatten Timo und Phillipe gar keine Lust, weil wir einen sehr harten Grape-Picking Tag hinter uns hatten. Jetzt sind sie sehr glücklich, dass sie es doch gemacht haben, denn dem einen Tag Arbeit folgten drei weitere. Und die Arbeit ist wirklich cool. Und zwar arbeiten sie für einen Typen namens Whitey, der Konzerte auf Weingütern organisiert. Sie müssen dort ein paar Zäune rund um den Parkplatz aufstellen, währenddessen dürfen sie mit einem Golf Cart in der Gegend rumfahren,was Timo natürlich super findet, und am Tag des Konzerts die Autos einweisen. Am Samstag war dann das Konzert, und es war nicht klein! 7000 Besucher, ausverkauft. Und die Bands waren auch sehr gut, es waren alles australische Rockbands, die früher sehr erfolgreich waren, dann eher etwas untergegangen sind und jetzt eben auf Whiteys Konzerten ab und zu auftreten. Ich hab gehört eine Eintrittskarte kostet 160$-360$, also nicht sehr billig! An diesem Tag hatte ich auch einen Job dort zusammen mit einem anderen Deutschen namens Leandro. Und es hat wirklich Spaß gemacht. Naja seht selbst womit wir den ganzen Tag beschäftigt waren:
Ist das nich cool? :D Ich bin übrigens der Koala. An diesem Tag habe ich soooo viele Leute umarmt, wie noch nie zuvor. Ihr müsst wissen, hier heißt es immer „cuddle the koala“, also „knuddel den Koala“, weil diese Tiere einfach auch so süß sind, sie sehen aus wie Kuscheltiere.
Wie gesagt dort zu arbeiten ist echt extrem cool, wir sind auch die einzigen Backpacker und Whitey mag uns anscheinend :D Beim Konzert konnten wir dann ja auch Backstage rumlaufen, haben Essen und Trinken bekommen, und konnten uns später das Konzert anschauen. Naja Timo und Phillipe nicht, die mussten noch arbeiten, aber die verdienen sich gerade dumm und dämlich.
Naja und heute, einen Tag nach dem Konzert, waren wir zum Barbeque bei Whitey eingeladen. Und wir waren jetzt wirklich einen halben Tag dort, haben lecker gegessen, gequatscht und Bier getrunken. Ich glaube wir waren außer Whitey noch drei oder vier andere Mitarbeiter von ihm, und eben wir vier Backpacker. Die sind alle total lustig und locker drauf, wir sind auch bis 11 Uhr abends geblieben. Und außerdem waren direkt bei diesem (wunderschönen) Haus (mit Pool) jede Menge Känguruhs. Und das Beste ist, vielleicht gibt’s das alles nächste Woche wieder! Denn nächsten Samstag ist ihr nächstes Konzert irgendwo in der Pampa und wir fahren mit, Timo und Phillipe werden auf jeden Fall wieder für sie arbeiten, und Whitey hat gemeint, er schaut ob er Leandro und mich vielleicht irgendwo beim Catering unterbringen kann. Und ich denke wir werden auch wieder Känguruh und Koala spielen und den Leuten Australienflaggentattoos aufkleben und sie am Eingang begrüßen. Und vielleicht rennen wir nächstes Mal auch über die Bühne :D Ich freue mich drauf, hoffe ich kann etwas mehr arbeiten als dieses mal, denn die Arbeit ist übrigens auch nicht schlecht bezahlt ;) So wir gehen jetzt schlafen, es war ein langer Tag. Hoffe euch geht’s allen gut da oben! Bis dann und Cheers , eure Sarah (und wie immer Timo^^)
Wir befinden uns gerade im Hunter Valley, ein Weinanbaugebiet, ca, fünf Std von Sydney mit dem Zug (mit dem Auto nur zwei Std., es sind 160 km^^) entfernt. Nachdem wir ja in Sydney ums Verrecken keinen Job bekommen haben, waren wir überglücklich, dass wir von unserer Organisation erfahren haben, dass im Hunter Valley die Weinsaison beginnt und wir dort arbeiten könnten. Eine halbe Woche später kamen wir dann nach einer arschkalten Zugfahrt (Busse und Züge werden hier auf ca. 16° runtergekühlt, brrrr) in Cessnock, eine kleine Stadt die zu Fuß ca. 40 Minuten von unserm Hostel entfernt ist, an. Das Hostel ist eigentlich ganz schön, es ist ein Blockhaus im Grünen, mit großem Garten außenrum, und einem Barbeque-Areal, wo es jeden Sonntag kostenlos für die Grape Picker ein Barbeque geben sollte, was leider manchmal wegen Regen ausgefallen ist. Shopping Runs gibt es sonntags und mittwochs, d.h. da werden wir in die Stadt gefahren, da es ja wie gesagt 40 Minuten zu Fuß in die Stadt dauert. Die Duschen sind winzige, seltsam aussehende Kabinen, und die Matratzen sind zu dünn, sehr ungemütlich. Außerdem gibt es sehr zu unserem Leiden keine Klimaanlage im Zimmer, nur eine im Küchen-Internet-Aufenthalts-Fernsehzimmer. Das Wetter hier ist fast dauerhaft beschissenst, vor allem die ersten Wochen hat es nuuuur geregnet. Deswegen konnten wir auch lange nicht so viel arbeiten wie wir wollten, bzw. sollten wegen dem Geld. Grape Picking ist totaaaaal ätzend, entweder hat man den ganzen Tag nasse Füße, weil man während dem Traubenernten in Traktorspurflüssen steht (hat mich sehr gefreut, wo ich sowieso schon ne Blasenentzündung hatte) oder es ist so heiß, dass man denkt, man würde jeden Moment umkippen. Problem ist ja auch, dass auch wenn es eigentlich gar nicht so heiß ist, die Sonne, sobald sie rauskommt, total brennt. Von wegen angenehm sonniges Wetter is hier nich. Entweder megaheiß oder eben bewölkt. Was noch nervt sind natürlich die Spinnen. Sie sind ÜBERALL. Der beruhigendste Satz kommt dann immer von den Contractor-Mitarbeitern (sowas wie ne Zeitarbeitsfirma): „The spiders don't bite, they just wanna play“ haha....Aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran, und legt sogar seinen Mädchenkreisch-Ihhhh-Spinnen-Reflex ab (freu dich nich zu früh Mama, zu Hause darfst immer noch du die Spinnen aus meinem Zimmer entfernen :P ). Bis jetzt haben wir zwei Schlangenhäute und eine tote Schlange beim Arbeiten im Feld gesehen, aber noch keine lebendige. Mit den Contractor-Heinis ist es auch so ne Sache, ich glaube die meisten von denen sind so um die 45 Jahre alt, sehen aber alle aus wie 60. Das sind wirklich totale Hinterwäldler mit nicht mehr allen Zähnen, denen man ansieht und anhört, dass ihre Leber schon sehr viel aushalten musste. Und natürlich kommandieren sie uns die ganze Zeit rum, und brüllen die ganze Zeit die gleichen Sätze umher. Definitiv am beliebtesten ist: „Check your wines before you move on! You're leaving grapes!“. Außerdem hört man von allen Seiten „Bucket!“ (wenn der Eimer voll ist) mit jeweils französischem, deutschem, oder asiatischem Akzent.
Naja ich denke das haben wir jetzt alles endgültig hinter uns, denn die Saison ist vorbei. Geld sparen konnten wir leider nicht wirklich, vielleicht um die 300$, das Geld was wir verdient haben, hat gerade so immer für Hostel und Essen gereicht. Fast die gesamte Grape-Picking-Gruppe ist schon abgereist, wir sind hier geblieben, weil wir ja immerhin noch so viel verdienen konnten, wie wir jede Woche ausgeben. Ich denke das war ganz gut so, denn letzten Donnerstagmorgen hat Carolyn, die Schwester des Hostelbesitzers, an unserer Tür geklopft und meinte sie bräuchte zwei starke Jungs um Zäune aufzustellen. Eigentlich hatten Timo und Phillipe gar keine Lust, weil wir einen sehr harten Grape-Picking Tag hinter uns hatten. Jetzt sind sie sehr glücklich, dass sie es doch gemacht haben, denn dem einen Tag Arbeit folgten drei weitere. Und die Arbeit ist wirklich cool. Und zwar arbeiten sie für einen Typen namens Whitey, der Konzerte auf Weingütern organisiert. Sie müssen dort ein paar Zäune rund um den Parkplatz aufstellen, währenddessen dürfen sie mit einem Golf Cart in der Gegend rumfahren,was Timo natürlich super findet, und am Tag des Konzerts die Autos einweisen. Am Samstag war dann das Konzert, und es war nicht klein! 7000 Besucher, ausverkauft. Und die Bands waren auch sehr gut, es waren alles australische Rockbands, die früher sehr erfolgreich waren, dann eher etwas untergegangen sind und jetzt eben auf Whiteys Konzerten ab und zu auftreten. Ich hab gehört eine Eintrittskarte kostet 160$-360$, also nicht sehr billig! An diesem Tag hatte ich auch einen Job dort zusammen mit einem anderen Deutschen namens Leandro. Und es hat wirklich Spaß gemacht. Naja seht selbst womit wir den ganzen Tag beschäftigt waren:
Ist das nich cool? :D Ich bin übrigens der Koala. An diesem Tag habe ich soooo viele Leute umarmt, wie noch nie zuvor. Ihr müsst wissen, hier heißt es immer „cuddle the koala“, also „knuddel den Koala“, weil diese Tiere einfach auch so süß sind, sie sehen aus wie Kuscheltiere.
Wie gesagt dort zu arbeiten ist echt extrem cool, wir sind auch die einzigen Backpacker und Whitey mag uns anscheinend :D Beim Konzert konnten wir dann ja auch Backstage rumlaufen, haben Essen und Trinken bekommen, und konnten uns später das Konzert anschauen. Naja Timo und Phillipe nicht, die mussten noch arbeiten, aber die verdienen sich gerade dumm und dämlich.
Naja und heute, einen Tag nach dem Konzert, waren wir zum Barbeque bei Whitey eingeladen. Und wir waren jetzt wirklich einen halben Tag dort, haben lecker gegessen, gequatscht und Bier getrunken. Ich glaube wir waren außer Whitey noch drei oder vier andere Mitarbeiter von ihm, und eben wir vier Backpacker. Die sind alle total lustig und locker drauf, wir sind auch bis 11 Uhr abends geblieben. Und außerdem waren direkt bei diesem (wunderschönen) Haus (mit Pool) jede Menge Känguruhs. Und das Beste ist, vielleicht gibt’s das alles nächste Woche wieder! Denn nächsten Samstag ist ihr nächstes Konzert irgendwo in der Pampa und wir fahren mit, Timo und Phillipe werden auf jeden Fall wieder für sie arbeiten, und Whitey hat gemeint, er schaut ob er Leandro und mich vielleicht irgendwo beim Catering unterbringen kann. Und ich denke wir werden auch wieder Känguruh und Koala spielen und den Leuten Australienflaggentattoos aufkleben und sie am Eingang begrüßen. Und vielleicht rennen wir nächstes Mal auch über die Bühne :D Ich freue mich drauf, hoffe ich kann etwas mehr arbeiten als dieses mal, denn die Arbeit ist übrigens auch nicht schlecht bezahlt ;) So wir gehen jetzt schlafen, es war ein langer Tag. Hoffe euch geht’s allen gut da oben! Bis dann und Cheers , eure Sarah (und wie immer Timo^^)
Freitag, 20. Januar 2012
Gleich noch ein Eintrag, ich war fleißig :)
An einem Tag sind wir mal am frühen Abend in die Royal Botanic Gardens gelaufen, die sind direkt beim Opera House, dort kann man immer Gelbhaubenkakadus sehen und auch hören (leider ein ziemlich nerviges Krächzen), ich hab ja schon mal irgendwann erzählt, dass wir welche in den Blue Mountains gesehen haben, aber es gibt sie auch hier im Stadtpark, wie auch andere Papageien, und.....aufgepasst.....FLUGHUNDE!!! Nachts fliegen sie in der ganzen Stadt rum, wenn man es nicht weiß, denkt man es wären Vögel. In den Royal Botanic Gardens gibt es einen umzäunten Bereich vom Park und dort leben sie in Scharen. Ich hab ja ein paar Fotos von ihnen auf Facebook hochgeladen, aber in Wirklichkeit ist es viel beeindruckender, weil sie zu hunderten ca. 1 m über deinem Kopf hinwegfliegen und alle so laut kreischen.
Berny, Timo und ich haben für zwei Tage einen Ausflug nach Canberra gemacht, die Hauptstadt Autraliens. Viele denken ja Sydney ist die Hauptstadt, teilweise auch berechtigt, weil sie viel größer ist und viel mehr Einwohner hat. Die Geschichte, die ich darüber erzählt bekommen habe ist ganz lustig. Und zwar war früher anscheinend Melbourne die Hauptstadt, weil sie die größte war. Sydney hat Melbourne aber irgendwann an Größe eingeholt, und wollte deshalb Hauptstadt werden. Weil sich die Städte nicht einigen konnten, hat man einfach dazwischen eine neue Stadt gegründet, Canberra.
Ich hab ja schon vorher erzählt, dass wir uns ein Auto gemietet haben, und wie aufregend und schwierig das war :) Gewohnt haben wir in Canberra in einem Youth Hostel (YHA), wie eigentlich meistens, die gibt’s überall. Eigentlich gab es nich wirklich viel zu sehen, wir waren dort im Zoo, das war sehr schön, und das Government Building haben wir uns angeschaut, leider nur von außen, das hatte schon zu. Haha und an einer deutschen Botschaft sind wir vorbeigefahren, wirklich hässlich im alten DDR-Stil.
Eine kurze Geschichte möchte ich noch hinzufügen, die ist schon etwas länger her, ich weiß nicht mehr wann genau. Wir hatten uns eigentlich mal nach einer Wohnung umgesehen, weil die hier einfach günstiger sind, als immer Hostels. Angebote gibt es viele, extra für Backpacker, oft hängen Zettel an Ampeln (das Ampelsystem ist hier übrigens total besch***en, aber die Ampeln haben nen total witzigen Sound, in etwa: piuuu (wie eine Laserpistole aus nem Film) dug dug dug dug (ein bisschen wie eine Maschinenpistole) :D ). Wir haben uns mal eine Wohnung angesehen, sah erst nicht so toll aus, aber wir wollten unbedingt eine günstigere Unterkunft.Also haben wir der Besitzerin das Geld gegeben, ziemlich viel, zwei Wochen im Voraus plus Pfand für beide. Sie hat uns daraufhin die Schlüssel gegeben und sie wollte später nochmal wiederkommen. Das komische war, der Hauseingang wird von Security überwacht, und wir sollten den Schlüssel nicht vorne an der Glastür verwenden, weil der Securitykerl dann anscheinend das auf den Schlüssel abgespeicherte Gesicht sehen würde, was das Gesicht der Besitzerin war, und ja nicht unsere. Ich denke mal, dass es auch hier illegal ist, so viele Untermieter zu haben (in der Wohnung ca. 8 Leute).
Aber sie meinte, die Glastüre wär sowieso die ganze Zeit offen. Als wir nur kurz raus sind um ein paar Kopien machen zu lassen, und wieder reinwollten, war die Türe natürlich zu. Und unsere Matratzen, wie wir dann rausgefunden haben, waren auch total kaputt und dreckig, und bei meiner hat man jede einzelne Feder gespürt. Wir wollten aus der Wohnung also wieder raus, hatten aber Angst die Besitzerin würde uns das Geld nicht wiedergeben. Nach langem Überlegen kam mir dann eine Idee. Ich bin dann also in der Zeit einkaufen gegangen, während sich Berny und Timo nochmal mit der Besitzerin getroffen haben, um ihr zu erzählen, dass ich leider einen plötzlichen Asthmaanfall bekommen hätte, weil ich anscheinend auf irgendwas in der Wohnung allergisch reagieren würde und wir deswegen nicht bleiben könnten. Sie hätten mich davor zu Freunden gebracht, wo ich mich ausruhe. Naja, sie haben das Geld sofort zurückbekommen, und wir konnten aus der Wohnung zum Glück wieder raus. Da war mein Asthma endlich mal für was nützlich, haha ;)
In den Blue Mountains waren wir übrigens auch noch mal, weil man für Silvester dirket in Sydney schon lange keine Unterkunft mehr bekommen hat. Also haben wir vom 31. bis zum 2. nochmal im YHA dort gebucht. An Silvester sind wir in der Früh, ca. um 9 mit dem Zug nach Sydney reingefahren. Die Fahrt braucht zwei Std., gegen halb 1 waren wir endlich in den Royal Botanic Gardens, wo wir hinwollten, um DAS Feuerwerk überhaupt anzusehen (von der Harbourbridge^^). Die erste halbe Std war es noch sehr angenehm bewölkt. Dann allerdings ist die Sonne rausgekommen, und wir saßen bis die Sonne endlich untergegangen war in der prallen Hitze. Zum Glück hatten wir genug zu trinken mitgenommen, weil dort musste man an dem Tag sogar für (dieses eklige, ungesunde) Leitungswasser zahlen. Der Tag war alles in allem sehr anstrengend, und ich weiß nicht ob das Feuerwerk, das zwar wirklich sehr geil war, aber nur 12 Minuten gedauert hat, das wert war. Aber naja, so oft hat man nicht die Chance ein Feuerwerk an der Harbour Bridge zu sehen.
So hier mach ich mal Schluss für heute, wir gehen jetzt schlafen :)
Hab euch lieb, bis bald, eure Sarah (und Timo) :)
Mittwoch, 18. Januar 2012
Soooo jetzt gehts weiter:
Ich glaube es war am 23. Dezember oder so, da waren wir in der Scubar, das is n kleiner Club/Bar, die voll is mit Backpackern, is immer sehr lustig dort. Motto an dem Abend war „Silent Night- Silent Disco“. Ich hab mich erst gewundert wie das funktionieren soll, war dann aber sehr cool^^ Jeder hat Kopfhörer bekommen und hat eben so Musik gehört. Es gab auch noch zwei Kanäle zur Auswahl zwischen denen man hin und herswitchen konnte. War schon sehr seltsam, wenn man die Kopfhörer abgenommen hat, die Leute tanzen und singen durcheinander obwohl keine Musik läuft. Praktisch ist es eigentlich schon, so muss man die Barfrauen wenigstens nich immer anschreien. War auf jeden Fall cool, das mal auszuprobieren!
Felix, Kadda und Bene sind übrigens irgendwann aus Sydney abgehauen, haben einen einwöchigen Surfkurs gemacht (die Schweine, ich will auch!), und sind dann weiter nach Brisbane, wo sie jetzt noch sind. Und wir gammeln immer noch hier.....naja ich erzähl euch mal wie unser Weihnachten (nach deutschem Vorbild, also am 24., in Australien feiern sie nämlich erst am 25.) so abgelaufen ist, das war ein sehr verrückter Tag. Berny hatte sich einen Tag vorher mit nem Kerl namens Brett Divine getroffen, der hatte einen Zettel in unserem Hostel aufgehängt, dass er Leute sucht, die sein Schiff putzen und wieder seetauglich machen. Er hat ihm erzählt, dass er noch zwei Freunde hat, die auch nen Job suchen, und so haben wir uns dann eben am 24. auch mit Brett getroffen. Er is ein etwas älterer Mann, der anscheinend reich ist, er hat einen (alten) Ferrari und sein Sohn nen BMW, und das Schiff das wir putzen sollten hatte ihn 10 Mio.$ gekostet. Er hat uns zu seiner Werft gefahren, die hat er uns gezeigt, und hat noch ein bisschen Vorstellungsgespräch mit uns gemacht. Dann sind wir ewig lang mit ihm rum gefahren, haben im Baumarkt eingekauft, etc..Irgendwann wars fast 5 Uhr nachmittags und wir hatten den ganzen Tag nicht gegessen, nichmal gefrühstückt. Und dann hat er uns auch noch sein Schiff gezeigt. Zu dem mussten wir aber mit nem Motorboot fahren, und ich sollte fahren :S das war gar nich so leicht und viel zu schnell.....naja wir habens überlebt. Das Schiff war leider nich so toll, nämlich ein 30 m langer alter Minensucher. Für die Arbeit dort hätten wir 100$ am Tag bekommen, für australische Verhältnisse nicht sehr viel, es hätte sich nur gelohnt, weil wir kostenlose Unterkunft bekommen hätten, und war auf dem Schiff. Allerdings gab es keinen Strom, kein fließend Wasser und 6 Betten auf ca. 4 m². Und gestunken hat es auch. Wir saßen auf dem Schiff dann außerdem über ne Std fest, weil Brett die Jungs, die schon auf dem Schiff gearbeitet haben, mit aufs Festland genommen hat, damit sie duschen und einkaufen konnten. Er meinte wir könnten uns ja in der Zeit das Schiff anschauen, in ner halben Std wär er wieder da. Aber Australier nehmens mit Zeitangaben nicht sooooo genau. Irgendwann waren wir dann wieder im Hostel und sind noch in den Pool auf dem Dach gehüpft, haben uns von der Terrasse ein Feuerwerk angeschaut, danach geduscht und ab in die Scubar. An dem Abend konnte man nämlich extrem viel gewinnen und dafür musste man früh da sein, wir hatten also keine Zeit mehr noch was zu essen. Wir haben erfahren, dass man für jedes Getränk was man trinkt einen Loszettel bekommt. Also haben wir auf komplett leeren Magen zu dritt innerhalb von 1 ½ Std drei Pitcher Snakebite (Helles, Cider und Blackcurrant gemischt, schmeckt extrem gut!!) und jeder dann nochmal eine Flasche Bier getrunken. Wir hatten dann auch jeder drei oder vier Loszettel, den Preis im Wert von 1500$ (extra Backpackersachen wie Hostelnächte, irgendwelche Safaritouren und Sky Diving, etc.) hat natürlich keiner von uns gewonnen, sondern ein Kerl der oberkörperfrei mit ner Christbaumkugel am Nippel rumgelaufen ist. Nikolausmütze und Rentiergeweih hatten wir natürlich auch auf, wie jeder dort. Naja irgendwann um eins in der Nacht oder so, gabs dann endlich was zu essen. Für jeden ein Sub von Subway, von dem is mir schlecht geworden....war ein sehr anstrengender, ereignisreicher Tag.
Am nächsten Tag wollten wir zum Cogee Beach, weil es war ja Weihnachten und in Australien verbringt man das nunmal feiernd am Strand. Vorher wollten wir uns noch was zu trinken kaufen, weil wir gar nichts mehr hatten, dumm war nur, das wir nicht daran gedacht haben, dass ja Weihnachten ist, und somit alle Geschäfte zu hatten. Also haben wir den ganzen Tag am Strand ohne trinken verbracht, aber es ging sogar. Als wir später dann nach Hause fahren wollten, wurden wir auf der Straße von nem Kerl angequatscht, er hat uns gesagt, dass da ein Hase sitzt. Wie sich rausgestellt hat, war das sein Hase, der ihm abgehauen ist. Also haben wir 20 Minuten lang direkt neben einer gut befahrenen Straße versucht einen Hasen zu fangen, ohne dass er vor ein Auto springt. Und wir habens tatsächlich irgendwann geschafft^^
Eines Abends hat sich Timo übrigens eine Fingerkuppe abrasiert, weil sein Rasierer mit der Klinge aus dem Kulturbeutel rausgeschaut hat. Ich hatte ihm übrigens schon öfter gesagt, dass das gefährlich ist. Naja ich hab dann meinen Verbandskasten geholt, und hab ihn verarztet, auch wenn mir von dem ganzen Blut schlecht geworden ist^^
So ich stell das mal so online, sonst wird der Eintrag wieder so lang :)
Bis bald, hab euch lieb,
eure Sarah!! (und Timo ;) )
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